Geschichte

Gründung von Schweiz ForAfrika (vormals JAM Schweiz)

Im Jahr 2006 lernte der Schweizer Matthias Tobler während einer Afrika-Reise Peter Pretorius und die Arbeit von JAM International (heute ForAfrika) kennen. Matthias war tief bewegt, als er von der Not unzähliger Menschen erfuhr. JAM’s wirksamer Lösungsansatz gegen Hunger inspirierte ihn. Im Alter von 26 Jahren gründete Matthias zusammen mit Anni und Florian Bärtsch die Organisation JAM Schweiz (heute ForAfrika), um sich als Partnerorganisation mit JAM International für die Vision „Helping Africa help itself“ einzusetzen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf benachteiligten Kindern und deren Familien. Heute engagiert sich Schweiz ForAfrika als ganzheitlich ausgerichtete Hilfsorganisation in den Bereichen Schulernährung, Brunnenbau, Landwirtschaftsprojekte und Bildungsstätten. Schweiz ForAfrika unterstützt Menschen unabhängig von deren Herkunft, Geschlecht, Religion oder politischer Gesinnung und wird nach christlich/humanitären Werten und Grundsätzen geführt.

Matthias Tobler - Mitgründer JAM Schweiz

Gründung von ForAfrika (vormals JAM International)

Im Jahr 1984 herrschte eine verheerende Hungersnot in der Provinz Inhambane in Mosambik. Die Lage war so schlimm, dass die Regierung Mosambiks um internationale Hilfe bitten musste. Der südafrikanische Unternehmer Peter Pretorius war zu dieser Zeit 34-jährig und erfolgreich als Tabakfarmer tätig. Als er von der Not in Mosambik erfuhr, wollte er sich selber ein Bild der Lage vor Ort machen. Kurzerhand charterte er einen Buschpiloten, der ihn nach Pambarra in Mosambik flog. Dort befand sich ein Nahrungsmittelverteilzentrum der Vereinten Nationen. Was daraufhin geschah, sollte Peters Leben für immer verändern. Schon kurz nach seiner Ankunft musste er mitansehen, wie acht Menschen vor seinen Augen buchstäblich verhungerten. Darunter waren auch Kinder. Nur der Gedanke an seine baldige Heimreise, liess ihn diese schreckliche Situation ertragen. - Doch es kam anders.

Peter wartete auf die Rückkehr seines Piloten, doch niemand holte ihn ab. Er sass fest – inmitten des Elends. Während der nächsten 10 Tage starben täglich bis zu 30 Menschen. Erst nach 10 weiteren ungewissen Tagen kam das Flugzeug zurück. Traumatisiert, abgemagert und krank vom verseuchten Wasser kehrte Peter heim nach Südafrika. Dieses Erlebnis sollte sein Leben für immer prägen. Wieder erholt, entschieden sich Peter und seine Frau Ann, den Menschen in Pambarra weiterhin zu helfen. Das war die Geburtsstunde von JAM (heute ForAfrika). Noch im Jahr 1984 wurden die ersten 80 Tonnen Hilfsgüter von Südafrika nach Pambarra verschifft. Im Jahr 2012 erreichte JAM die historische Zahl von über 1.1 Millionen täglich ernährter Kinder.

Peter Pretorius verstarb am 9. August 2018 nach einem erfüllten Leben im Dienst der Schwächsten. Danach führte seine Frau Ann die Geschäfte von JAM International vorübergehend weiter. Am 01. Juni 2021 stieg dann Isak Pretorius, der Sohn von Ann und Peter, als neuer CEO in die Fussstapfen seiner Eltern. Zusammen mit einem Leitungsteam treiben sie die Vision von einem Afrika, das gedeiht voran.

Um sich als Organisation besser für diese Vision positionieren zu können und eine klare Kommunikation zu fördern, wurde JAM International im April 2022 in "ForAfrika" umbenannt. Der neue Name - ForAfrika - bringt die Vision, den Auftrag und das Ziel klar auf den Punkt. Alles, was ForAfrika tut, geschieht für Afrika. Es hat in Afrika begonnen, und viele der lokalen Mitarbeiter kommen aus den afrikanischen Dorfgemeinschaften, die von ForAfrika unterstützt werden. Angetrieben von einer tiefen Liebe für die Menschen vor Ort, setzen sie sich für ein Afrika im Fortschritt ein. Mitlerweile wuchs ForAfrika zur grössten einheimischen afrikanischen Nichtregierungsorganisation heran.

«Life begins, when you start giving beyond yourself» - Peter Pretorius

Isak Pretorius - CEO JAM International

Hier geht’s zum Informationsfilm: 

Meilensteine

 

1984: Mit der ersten Lieferung von JAM werden 80 Tonnen Hilfsgüter von Südafrika nach Pambarra verschifft.

 

1985-87: Suppenküchen werden in Maputo, Beira und Pambarra eröffnet. Das sichert die Ernährung von 9'500 Kindern. Das Folgeprojekt ist ein Waisenhaus für 300 Kinder.

 

1991-93: JAM startet das Ernährungsprogramm in der Stadt Lobito, die in der Provinz Benguela in Angola liegt. Bereits im ersten Jahr werden täglich 12'000 Kinder ernährt.

 

1994-98: Der Genozid in Ruanda veranlasst JAM zur Hilfeleistung. Zur gleichen Zeit werden in Angola bereits bis zu 55'000 Kinder ernährt.

 

2000-03: Die Zahl täglich ernährter Kinder steigt auf 111'613. Start der Zusammenarbeit zwischen JAM und dem World Food Programme.

 

2007: Inspiriert durch Peters Arbeit wird die Stiftung JAM Schweiz von Matthias Tobler und dem Ehepaar Bärtsch gegründet.

 

2008: Zusammenarbeit mit dem WFP (World Food Programme) im Südsudan. JAM wandelt sich von einer auf Ernährung fokussierten Organisation zu einer ganzheitlich ausgerichteten Hilfs- und Entwicklungsorganisation mit der Vision «Helping Africa Help Itself».

 

2012: Insgesamt erreicht JAM die historische Zahl von 1.1 Millionen täglich ernährter Kinder.

 

2018: JAM weitet seine Projekte auf zwei neue Länder aus: In Sierra Leone wird das Ernährungsprogramm nach dem Vorbild des «Home-grown-school-feeding» aus Mosambik eingeführt. In Uganda engagiert sich JAM in den südsudanesischen Flüchtlingslagern mit Nahrung, Wasser und Gartenprojekten.

 

2020: Die Covid Krise ist voll im Gang und fordert grössere Hilfsmassnahmen. Durch verstärkte Bemühungen und Partnerschaften konnte JAM im Jahr 2020 3,9 Millionen Menschen mit Hilfe erreichen.

 

2022: JAM International ändert seinen Namen in "ForAfrika". Als Partnerorganisation ändern wir von JAM Schweiz den Namen ebenfalls und heissen jetzt "Schweiz ForAfrika".

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