Josefa aus Kalulu: Dank neuer Klassenzimmer kann sie anders träumen
Neben Feldarbeit und Haushalt geht die 15-Jährige jeden Tag zur Schule und lässt sich ihren Traum nicht nehmen.
Josefa steht um sechs Uhr auf, hilft auf dem Feld und läuft anschliessend zur Schule. Neue Klassenzimmer in Canjola und die tägliche Schulmahlzeit von ForAfrika machen es möglich, dass sie weiterlernen kann.
Jetzt kann ich anders träumen. Selbst wenn ich an Schultagen 22 Kilometer zu Fuss zurücklegen muss, werde ich weiterhin bei meinen Eltern leben und meine Ausbildung fortsetzen können.»
Josefas Zuhause: das entlegene Dorf Kalulu
Josefa lebt mit ihren Eltern Firmino und Paulina und ihren acht Geschwistern in Kalulu, einem Dorf mit rund 850 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Provinz Benguela im Südwesten Angolas. Die meisten Familien leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft.
Benguela leidet unter wiederkehrenden Dürren und den Folgen des Wetterphänomens «El Niño». Fällt die Regenzeit zu trocken aus, kann der Boden kein Wasser mehr aufnehmen, und es drohen schwere Erosionen. Für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die auf die Ernte ihrer Felder angewiesen sind, kann das lebensbedrohlich werden.
Josefa in Zahlen
Zwischen Unterricht, Feldarbeit und Haushalt
Schon um sechs Uhr morgens hilft Josefa vor der Schule auf den Feldern. Am Nachmittag, gegen 16 Uhr, arbeitet sie erneut mit ihren Eltern auf den nahegelegenen Anbauflächen. Dazu kommen der Haushalt: Sie spült, putzt, holt Wasser und erledigt ihre Schulaufgaben.
Mit ihrem Zwillingsbruder Camilo teilt sie einen gemeinsamen Zukunftswunsch: Beide möchten später Pflegefachperson werden. Trotz der täglichen Herausforderungen verfolgen sie dieses Ziel mit grosser Entschlossenheit.
Die Schulmahlzeit als wichtige Grundlage
In der Schule erhält Josefa eine nährstoffreiche Mahlzeit von ForAfrika. Für viele Kinder in Kalulu ist sie weit mehr als nur ein Essen: Sie ist eine Bildungschance.
«An Tagen, an denen die Familie grössere Schwierigkeiten hat, ist diese Mahlzeit die einzige des Tages.»
So beschreibt es Josefas Vater. Die Schulmahlzeit verbessert nicht nur die Ernährung der Kinder, sondern unterstützt auch den regelmässigen Schulbesuch und bessere Lernbedingungen.
In der Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler eine nährstoffreiche Mahlzeit.
Die Handwascheinrichtung in der Schule ist eine wichtige Massnahme zur Gesundheitsvorsorge.
Neue Klassenzimmer statt Schulabbruch
Das aktuelle Schuljahr hat Josefa neue Hoffnung gebracht. In der Siedlung Canjola sind neue Klassenzimmer eröffnet worden. So kann sie ihre Ausbildung fortsetzen, ohne ihre Familie verlassen zu müssen.
Für ihre älteren Geschwister war das noch nicht möglich. Einige mussten ihre Schullaufbahn nach der 7. Klasse abbrechen, weil das Geld für Verpflegung und Transport nach Alto Catombela fehlte.
Josefa weiss, dass der Weg zu ihrem Berufswunsch weiterhin anstrengend sein wird. Trotzdem blickt sie zuversichtlich nach vorne. Ihr Alltag zeigt die Entschlossenheit vieler Kinder in ländlichen Regionen Angolas, ihre Ausbildung auch unter schwierigen Bedingungen fortzuführen. Ein weiteres Beispiel ist Marias Geschichte aus dem Dorf Lusite.
Von Josefa erzählen wir auch in unserer Weihnachtsaktion 2026.
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