Helfen Sie Millionen von AfrikanerInnen in die Eigenständigkeit.

Sudan

Wir helfen jetzt auch im Sudan

Die Menschen im Sudan leiden unter der grössten humanitären Krise der Welt. Seit über 1000 Tagen tobt ein gewaltsamer Krieg und grosse Teile der Bevölkerung des Sudans sind auf dringende Hilfe angewiesen.

Wir werden 2026 Nothilfeprojekte im Südsudan durchführen.

Helfen Sie mit!

Die Lage im Sudan ist dramatisch!

Unser ForAfrika Team war im Dezember 2025 im Sudan, um das Ausmass der humanitären Lage und die Auswirkungen des Konflikts auf die Bevölkerung im Detail zu verstehen. Zudem sollte ermittelt werden, welche humanitären Bedürfnisse vor Ort bestehen und welche zeitnahen Hilfsmassnahmen nötig sind.

Die Menschen im Sudan leiden unter massiver Ernährungsunsicherheit. Ein hoher Anteil der Haushalte befindet sich in Stufe 3 und Stufe 4 der Ernährungssicherheits-Skala (IPC-Phasen 3–4).

Die Bevölkerung leidet darüber hinaus unter schlechter Gesundheitsversorgung, unzureichendem Zugang zu sauberem Wasser und vielem mehr. Viele Kinder, die zur Schule gehen könnten, besuchen aufgrund der dramatischen Lage derzeit keine Schule.

Unser Vor-Ort-Bericht aus dem Sudan
(Süd-Kordofan)

Die humanitäre Lage in Süd-Kordofan ist dramatisch

Bisher war ForAfrika in den benachbarten Ländern des Sudans – Südsudan, Zentralafrikanische Republik und Äthiopien – aktiv.
Nach unserer Vor-Ort-Anlayse der humanitären Lage in Süd-Kordofan (Sudan) ist jetzt klar:
Wir weiten unsere Hilfe auf die Krisenregion Sudan aus.

Die lokalen Initiativen reichen nicht aus

Die Gemeinden haben durch lokale Initiativen, wie das Graben von Brunnen, den Bau provisorischer Schulen und die Mobilisierung der Bevölkerung, Einfallsreichtum bewiesen. Angesichts des Ausmasses der Notlage reichen diese Bemühungen jedoch nicht aus. Externe humanitäre Hilfe ist unerlässlich, um eine weitere Verschlechterung der Lage zu verhindern.

IPC (1)

Die Ernährungs­unsicherheit im Sudan ist sehr hoch

Die Menschen im Sudan leiden massiv unter Ernährungsunsicherheit. Ein hoher Anteil der Haushalte befindet sich in Stufe 3 („kritisch“) und Stufe 4 („Notlage“) der sog. Ernährungssicherheits-Skala (IPC-Phasen 3–4).

Die Darstellung der IPC-Phasen der Ernährungssicherheits-Skala zeigt auf alarmierende Weise, wie drastisch der Handlungsbedarf im Sudan ist: Die orange eingefärbten Regionen zeigen Stufe 3, die roten Regionen sind auf Stufe 4 von insgesamt 5 Stufen eingeordnet.

Die Lage vor OrtWarum wir handeln müssen!

Die Vor-Ort-Analyse der fünf ausgewählten, untersuchten Gemeinden im sudanesischen Distrikt Süd-Kordofan zeigte lebensbedrohliche Umstände auf:

Zusammenbruch der Hygiene

70% der Menschen haben kein sauberes Wasser, und sanitäre Einrichtungen fehlen in den Haushalten fast vollständig, was Cholera Ausbrüche befeuert.

Hohe Sterblichkeitsrate

Die Analyse der Gemeinden zeigt mit 94 Todesfällen innerhalb 12 Monaten das erschütternde Ausmass der Krise.

Erschwerter Zugang zu Medizin

Kranke und Unterernährte müssen kilometerlange, gefährliche Fussmärsche auf sich nehmen, um die nächsten Gesundheitseinrichtungen zu erreichen.

Akute Hungersnot

Die Lage hat mit der Einstufung in IPC-Phase 5 (Hungersnot) in Kadugli und der Ausbreitung in Dilling ein katastrophales Niveau erreicht.

Auswertung von Lernerfahrungen aus dem Projekt als Grundlage für künftige Initiativen, Projekte und Strategien.

Auswertung von Lernerfahrungen aus dem Projekt als Grundlage für künftige Initiativen, Projekte und Strategien.

Zusammenbruch der Nahrungsproduktion

Die Landwirtschaft ist um bis zu 80% eingebrochen, und es fehlt an jeglichen Mitteln für Viehzucht oder neues Saatgut.

Physische Isolation und Schutzrisiken

Belagerungen und Minen schliessen bis zu 451'000 Menschen ein und setzen besonders Frauen in den Unterkünften massiver Gewaltgefahr aus.

Unser HilfspaketVon der Nothilfe zur Selbstversorgung

Unser Einsatz im Sudan folgt einem integrierten Modell. Wir vesorgen Familen nicht nur mit dem Nötigsten zum Überleben, sondern stellen sicher, dass sie in der kommenden Saison wieder selbst für sich sorgen können.

Überlebenshilfen

Verteilung von Lebensmittelpaketen mit Getreide, Hülsenfrüchten, Öl und Salz an 300 Haushalte, um akute Hungerslücken zu schliessen.

Bau von Solar-Wassersystemen und Sanierung von Bohrlöchern, um den Zugang zu sicherem Trinkwasser (15 Liter pro Person/Tag) zu garantieren.

Ausgabe von Hygiene-Sets und Wasserreinigungstabletten sowie Schulung durch Gesundheitshelfer, um die Ausbreitung vo Krankheiten zu stoppen.

Nachhaltigkeit aufbauen

Bereitstellung von Sorghum, Erdnüssen und Gemüsesamen sowie landwirtschaftlichem Gerät, damit Familen für die Ernte 2026 vorsorgen können.

Übergabe von Kleinvieh (Ziegen/Hühner) und Ochsepaaren inklusive Pflügen, um die Produktivität zu steigern und eine stabile Einkommensquelle zu schaffen.

Ausbildung von Bauern in vebesserten Anbaumethoden und Tierhaltung durch lokale Fachreferenten.

Schutz & Würde

Verteilung von Planen, Decken, Matratzen und Küchenutensilien für Familien, die alles verloren haben.

Gezieltes Screening auf Unterernährung und Verteilung von „Dignity Kits“ für Frauen und Mädchen in den Notunterkünften.

Unser Versprechen

Lokale Beschaffung statt riskanter Importe

  • Wir kaufen Lebensmittel, Saatgut und Haushaltsgüter direkt in der Region oder vor Ort ein
  • Dies reduziert Verzögerungen durch internationale Lieferketten massiv
  • Wir halten die Kosten angemessen und unterstützen gleichtzeitig die lokale Wirtschaft
  • Waren bleiben nicht in grossen Lagern liegen, wo sie Gefahr laufen, geplündert zu werden, sondern gelangen diekt zu den Familien

Unabhängigkeit und sichere Logistik

  • ForAfrika verfügt über ein eigenes internes Logistiksystem, um rasch und  unabhängig agieren zu können
  • Wir nutzen den Zugang über die Grenze zum Südsudan, wo wir bereits über etablierte Einsatzteams und sichere Transportwege verfügen
  • Dadurch umgehen wir bürokratische Hindernisse und die überlasteten oder blokierten Routen im Inneren des Sudans

Von Afrika für Afrika

  • Als Partnerin der grössten einheimischen afrikanischen Entwicklungsorganisation verfügen wir über 40 Jahre Erfahrung
  • Unsere Teams arbeiten mit lokal vertrauenswürdigen Netzwerken zusammen, was den Zugang zu belagerten Gemeinschaften wie in Süd-Kurdufan erst ermöglicht
  • Die Gemeinden kennen und vertrauen unseren Methoden, da diese praktisch und kulturell angepasst sind

Möchten auch Sie die Menschen im Sudan unterstützen?

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